Presse & Medien
Struktureller Schutzverlust: Neue Daten zum institutionellen Umgang mit Gewaltbetroffenen

Sie recherchieren zur Umsetzung der Istanbul-Konvention, zu institutionellen Schutzlücken bei häuslicher Gewalt oder den Auswirkungen von Täterstrategien? Der Schattenbericht ‚Struktureller Schutzverlust‘ bietet fundierte empirische Daten und Einblicke in die Lebensrealität von Betroffenen.

Der Schattenbericht „Struktureller Schutzverlust“ untersucht, wie Betroffene häuslicher Gewalt den Kontakt mit Polizei, Jugendämtern, Familiengerichten und weiteren staatlichen Institutionen erleben. Grundlage der Analyse sind 232 Erfahrungsberichte von Gewaltbetroffenen aus Deutschland. Die Ergebnisse weisen auf wiederkehrende strukturelle Problemlagen im Gewaltschutzsystem hin. Viele Betroffene berichten von fehlender Anerkennung psychischer Gewalt, mangelndem Fachwissen zu manipulativen Täterstrategien wie Coercive Control, Täter-Opfer-Umkehr sowie institutionellen Fehlbewertungen in Sorge- und Umgangsverfahren. Besonders deutlich zeigen die Daten, dass Gewaltkontexte häufig als bloße „Hochstrittigkeit“ oder „Elternkonflikte“ eingeordnet werden, während Schutzreaktionen von Betroffenen teilweise pathologisiert oder gegen sie verwendet werden. Die Analyse beschreibt zudem, wie institutionelle Einschätzungen zwischen Behörden, Beratungsstellen, Gutachtern und Gerichten fortgeschrieben werden können und dadurch eine „institutionelle Echokammer“ entsteht. Der Bericht verbindet quantitative Daten mit qualitativen Erfahrungsberichten und ordnet die Ergebnisse in aktuelle internationale Forschung zu Institutional Betrayal, Litigation Abuse und Court and Perpetrator Induced Trauma (CPIT) ein. Ziel ist es, strukturelle Problemlagen sichtbar zu machen und eine fachliche sowie politische Diskussion über die tatsächliche Wirksamkeit des Gewaltschutzsystems anzustoßen.
Stefanie Reich: Expertin für Coercive Control, Trauma und institutionelle Dynamiken im Gewaltschutz
Stefanie Reich ist Autorin und traumasensible Begleiterin mit einem klaren Fokus auf die systemischen Schwachstellen im deutschen Gewaltschutz. Sie widmet sich Themen, die in der öffentlichen Debatte oft unberücksichtigt bleiben: Coercive Control (psychische Gewalt und Kontrolle), manipulative Täterstrategien sowie die Dynamiken der institutionellen Zweittraumatisierung. Mit ihrem Monitoring-Bericht „Struktureller Schutzverlust“ (2026) hat sie eine wegweisende betroffenenzentrierte Untersuchung vorgelegt. Auf Basis von 232 anonymisierten Fallberichten macht sie die tiefgreifende Diskrepanz zwischen dem völkerrechtlichen Anspruch der Istanbul-Konvention und der behördlichen Praxis in Deutschland sichtbar. Themenschwerpunkte für Medienanfragen:
  • Coercive Control & Psychische Gewalt: Analyse der Muster hinter „unsichtbaren“ Gewaltformen.
  • Institutional Betrayal: Warum Schutzsysteme bei strategisch agierenden Tätern an Grenzen stoßen.
  • Court and Perpetrator Induced Trauma (CPIT): Die spezifische Belastung durch langjährige Familienrechtsverfahren.
  • Täter-Opfer-Umkehr: Strategien wie Gaslighting und Litigation Abuse im institutionellen Kontext.
  • Betroffenenexpertise: Warum Erfahrungswissen für einen wirksamen Gewaltschutz unverzichtbar ist.
Profil & Hintergrund
Stefanie Reich verbindet internationale Forschungsergebnisse (u. a. zu CPIT und Institutional Betrayal) mit langjähriger Erfahrung in der Peer-Begleitung. Sie ist ausgebildete Somatic Mindfulness Coachin (Stillpoint-Methode) und Autorin des Fachbuches „Viel zu nett und krank – Heilung in toxischen Beziehungen“. Ihr Engagement wurde unter anderem durch die Auszeichnung ihres Kooperationspartners T.o.B.e. e. V. im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs startsocial (unter Schirmherrschaft des Bundeskanzleramts) gewürdigt. Sie gilt als profilierte Impulsgeberin für einen traumasensiblen und strukturell verankerten Opferschutz.

Pressekontakt & Anfragen

Stefanie Reich steht für Interviews, Fachbeiträge, Podcasts und Vorträge zur Verfügung.

  • E-Mail: info@vielzunett.de
  • Website: www.vielzunett.de
Zentrale Kennzahlen
0 %
fühlen sich von Behörden nicht ernst genommen
0 %
berichten, dass ihnen nicht geglaubt wurde
0 %
sehen massive Wissensdefizite zu Coercive Control
0 %
meiden Hilfe aus Angst vor negativen Konsequenzen