„Wirksamer Gewaltschutz entsteht dort, wo Institutionen, Fachkräfte und Peer-Expertise gemeinsam ein differenziertes Verständnis komplexer Gewaltdynamiken entwickeln.“
Die Umsetzung der Istanbul-Konvention ist für Deutschland völkerrechtlich bindend und rückt durch die Gewaltschutzstrategie der Bundesregierung sowie die aktuellen Ergebnisse des Thematischen Evaluierungsberichts des BMFSFJ zunehmend in den Fokus von Politik, Justiz und Verwaltung. Wie die Analysen der Expertengruppe GREVIO zeigen, stehen staatliche und zivilgesellschaftliche Institutionen vor der dringenden Aufgabe, bestehende Schutzlücken aktiv zu schließen, das Fachwissen durch Schulungen zu stärken und Verfahren konventionskonform zu gestalten.
Genau an dieser Schnittstelle unterstütze ich Fachkräfte, Institutionen und Betroffene. Ich helfe dabei, komplexe Gewalt- und Kontrolldynamiken (Coercive Control), Täterstrategien sowie Traumafolgen fundiert zu verstehen und hochbelastende Situationen im Gewaltschutzsystem rechtssicher zu navigieren.
Meine Angebote verbinden aktuelle Erkenntnisse aus Praxis und Forschung mit der gezielten Professionalisierung von qualifizierter Peer-Expertise.
FÜR INSTITUTIONEN & FACHKRÄFTE
Evidenzbasierte Expertise, Fortbildung und
Fallberatung zur Umsetzung der Istanbul-Konvention
Die staatliche Verpflichtung zum lückenlosen Gewaltschutz stellt Institutionen und Fachkräfte vor komplexe Aufgaben. Wirksamer Schutz und rechtssichere Verfahren gelingen nur dort, wo Dynamiken von Coercive Control (kontrollierendes Verhalten), Traumafolgen und strategische Täter-Opfer-Umkehr fachlich sicher erkannt werden.
Meine Angebote bieten Justiz, Jugendhilfe und Akutbehörden empirisch fundierte, interdisziplinäre Unterstützung. Sie verbinden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit langjähriger Praxis- und Peer-Expertise. Ziel ist es, institutionelle Schutzlücken zu schließen, sekundäre Viktimisierung zu verhindern und standardisierte Handlungssicherheit in hochbelasteten Verfahren zu etablieren.
Justiz, Familiengericht & Jugendhilfe
Interdisziplinäre Gewaltanalyse im Kindschaftsverfahren
- Wer ist gemeint: Richter:innen, Gutachter:innen, Verfahrensbeistände, Jugendämter (ASD/KSD) & Ergänzungspfleger.
- Der gemeinsame Bedarf: Fachlich fundierte Gewaltanalyse in Sorge-, Umgangs- und Kindeswohlverfahren. Schutz vor "Hochstrittigkeits"-Narrativen, institutionellen Echokammern und Fehlbewertungen.
- Das Angebot: Inhouse-Schulungen (gemäß Art. 15 IK), Fachberatung bei der Kindeswohlprüfung und Unterstützung bei komplexen Gefährdungseinschätzungen.
Das Problem in der Praxis:
Internationale Analysen und der aktuelle GREVIO-Bericht zeigen: Psychische Gewaltformen, subtile Kontrollstrukturen und systematische Nachtrennungsgewalt (Litigation Abuse) sind im familiengerichtlichen Kontext oft schwer nachweisbar. Häufig werden Schutz- und Traumareaktionen von Kindern oder betroffenen Elternteilen fälschlicherweise als „mangelnde Bindungstoleranz“, „Erziehungsunfähigkeit“ oder als ungebundener „Elternkonflikt“ missverstanden. Dies führt in der Praxis zu hochriskanten Sorge- und Umgangsregelungen, die den Schutzauftrag der Institutionen gefährden.
Das konkrete Angebot:
- Fachspezifische Fortbildung (gemäß Art. 15 Istanbul-Konvention): Praxisnahe Schulungen zu den Mechanismen von Coercive Control, Täterstrategien im System und der Differenzierung zwischen paardynamischen Konflikten und manifesten Gewaltdynamiken.
- Fachberatung bei der Kindeswohlprüfung: Systemische Unterstützung für Jugendämter bei der rechtssicheren Integration von Traumafolgewissen in die Gefährdungseinschätzung nach § 8a SGB VIII.
- Beweis- und Dokumentationskompetenz: Vermittlung von Methoden zur strukturierten Erfassung und Analyse non-physischer Gewaltmuster für eine belastbare Entscheidungsgrundlage im Verfahren.
Ihr Nutzen:
Sie gewinnen absolute fachliche und juristische Handlungssicherheit. Sie schützen Ihre Institution vor Fehlbewertungen und stellen sicher, dass Sorge-, Umgangs- und Schutzentscheidungen den völkerrechtlichen Vorgaben der Istanbul-Konvention vollumfänglich entsprechen.
- Wer ist gemeint: Leitungskräfte und Fachkräfte in Jugendämtern (ASD/KSD), Verfahrensbeistände, Gutachter:innen sowie spezialisierte Fachberater:innen, die in hochkomplexen oder stagnierenden Verfahren eine rechtssichere Zweitmeinung benötigen.
- Der konkrete Bedarf: Absolute Handlungssicherheit bei unklaren oder manipulativen Dynamiken. Eine neutrale, externe Zweitmeinung, um verdecktes Coercive Control freizulegen und Institutionellen Verrat (Institutional Betrayal) zu verhindern.
- Das Angebot: Systemische, vollständig anonymisierte Akten- und Fallanalyse auf Grundlage maskierter Falldarstellungen zur Aufdeckung verdeckter Täterstrategien.
- Anonymisierte Falldiagnostik: Systemische Überprüfung und Strukturierung unklarer oder widersprüchlicher Fallkonstellationen auf Basis einer vollständig maskierten Datengrundlage.
- Musterkennung von Coercive Control: Wissenschaftlich fundierte Analyse zur Freilegung non-physischer Kontroll- und Isolationsstrukturen, die in klassischen Aktenlagen oft unsichtbar bleiben.
- Echokammer-Schnitt: Aufbrechen von institutionellen Vorbewertungen durch den neutralen, unvoreingenommenen Blick einer externen Expertise.
- Gefährdungs- und Dynamikanalyse: Erarbeitung von klaren Indikatorenberichten, die verdeckte Täterstrategien benennen und Ihnen als fundierte, konventionskonforme Entscheidungshilfe dienen.
- 100 % DSGVO-konform: Die Beratung erfolgt ausschließlich auf Basis anonymisierter Falldarstellungen – es werden keine personenbezogenen Daten an mich übermittelt.
- Wer angesprochen wird: Polizeikräfte, Einsatzleitungen, Rettungsdienste, Notaufnahmen, Opferschutzbeauftragte sowie Mitarbeiter:innen von Kriseninterventionsteams.
- Der gemeinsame Bedarf: Stärkung der eigenen Teams im Umgang mit Nachtrennungsgewalt (Litigation Abuse) sowie die professionelle, strukturelle Integration von qualifizierter Peer-Arbeit in bestehende Konzepte.
- Das Angebot: Organisationsberatung, Supervision für Teams und Konzeptentwicklung zur Implementierung traumasensibler Peer-Strukturen.
- Einsatzorientierte Kurz-Fortbildungen: Praxisnahe Schulungen zur schnellen Erkennung von Traumareaktionen (Fight, Flight, Freeze, Fawn) und deren Abgrenzung von Täterschaft.
- Dechiffrierung von Akut-Manipulationsstrategien: Vermittlung von Werkzeugen, um das strategische Framing von Tätern noch vor Ort oder während der Erstaufnahme sicher zu durchbrechen.
- Pragmatische Gefährdungseinschätzung: Training zur Anwendung standardisierter, gerichtsverwertbarer Indikatoren für Coercive Control und Hochrisiko-Konstellationen im Akutbereich.
- Traumasensible Erstansprache: Methoden für eine deeskalierende, geschützte Kommunikation mit schwer traumatisierten oder dissoziierenden Betroffenen unter hohem Zeitdruck.
Zivilgesellschaft, NGOs & Betroffene
Schutzräume, Empowerment und die systemische Verankerung von Peer-Expertise
Schutzräume, Empowerment und die systemische Verankerung von Peer-Expertise
Die zivilgesellschaftliche Unterstützung bildet das Fundament des Gewaltschutzsystems. Um von Gewalt Betroffene nachhaltig zu stabilisieren und sie sicher durch komplexe psychosoziale und rechtliche Prozesse zu begleiten, braucht es spezialisierte Schutzräume und innovative Ansätze.
Meine Angebote in diesem Bereich richten sich an Fachberatungsstellen, Frauenhäuser und Betroffene selbst. Sie verbinden traumasensibles Arbeiten mit struktureller Organisationsberatung und der Professionalisierung von Erfahrungswissen. Gemeinsam stärken wir bestehende Unterstützungsstrukturen, entwickeln zukunftsweisende Schutzkonzepte und etablieren qualifizierte Peer-Expertise als unverzichtbare Säule im modernen Gewaltschutz.
Frauenhäuser, NGOs & Fachberatungsstellen
Stärkung spezialisierter Unterstützungsstrukturen & Peer-Integration
Wer angesprochen wird:
Leitungskräfte, Vorstände und Fachkräfte von Frauenhäusern, autonomen Beratungsstellen, Opferhilfsorganisationen, zivilgesellschaftlichen NGOs und kommunalen Gewaltschutzkoordinierungen.
- Der gemeinsame Bedarf: Stärkung der eigenen Teams im Umgang mit Nachtrennungsgewalt (Litigation Abuse) sowie die professionelle, strukturelle Integration von qualifizierter Peer-Arbeit in bestehende Konzepte.
- Das Angebot: Organisationsberatung, Supervision für Teams und Konzeptentwicklung zur Implementierung traumasensibler Peer-Strukturen.
Das Problem in der Praxis:
Zivilgesellschaftliche Einrichtungen leisten die Hauptarbeit bei der Stabilisierung und Orientierung von Betroffenen. Gleichzeitig bewegen sich die Teams in extrem belastenden, institutionellen Spannungsfeldern: Das Risiko der sekundären Traumatisierung ist hoch, und die Bürokratisierung im System raubt wertvolle Ressourcen. Zudem zeigt die Praxis, dass die Begleitung von Betroffenen im Kontext von langanhaltender Nachtrennungsgewalt (Litigation Abuse) spezialisierte Gegenstrategien erfordert. Gleichzeitig bleibt das enorme Potenzial von Lived Experience (Erfahrungswissen) oft ungenutzt, weil es an strukturierten, sicheren Konzepten für eine professionelle Peer-Arbeit fehlt.
Das konkrete Angebot:
- Strukturelle Organisations- & Konzeptberatung: Unterstützung bei der Weiterentwicklung einrichtungsinterner Konzepte zur traumasensiblen Begleitung bei Coercive Control und digitaler Gewalt.
- Konzeptentwicklung für Peer-Arbeit: Erarbeitung maßgeschneiderter Modelle, um qualifiziertes Erfahrungswissen (z.B. nach dem Modell von T.o.B.e. e.V.) sicher und gewinnbringend in Ihre bestehenden Teams zu integrieren.
- Fachliche Teamsupervision & Entlastung: Praxisbegleitende Coachings zur Stärkung der Abgrenzungs- und Handlungskompetenz Ihrer Fachkräfte bei hochmanipulativen oder festgefahrenen Fallkonstellationen.
- Strategische Vernetzungsberatung: Begleitung bei der Etablierung lokaler Bündnisse und interdisziplinärer runder Tische zur wirksamen Umsetzung der Istanbul-Konvention auf kommunaler Ebene.
Ihr Nutzen:
Sie professionalisieren Ihre Arbeitsstrukturen, entlasten Ihre Fachkräfte spürbar und schützen Ihr Team vor struktureller Überlastung. Durch die methodische und sichere Integration von Peer-Expertise schaffen Sie ein zukunftsweisendes, partizipatives Hilfsangebot, das die Wirksamkeit Ihrer Arbeit messbar steigert.
Betroffene & Peer-Expert:innen
Traumasensible Einzelfallbegleitung & Professionalisierung von Erfahrungswissen
Wer angesprochen wird:
Direkt von Coercive Control (kontrollierendem Verhalten) und Nachtrennungsgewalt betroffene Privatpersonen sowie Überlebende, die ihre eigene Gewalt- und Systemerfahrung in eine qualifizierte Fachkompetenz umwandeln möchten.
- Der gemeinsame Bedarf: Emotionale Stabilisierung, Schutz vor sekundärer Viktimisierung im Verfahren sowie fachliche Qualifizierung für die Selbsthilfe.
- Das Angebot: Traumasensible Einzelfallbegleitung (p. 5) sowie die zertifizierte Ausbildung zur Peer-Expertin (Modell T.o.B.e. e.V.).
Das Problem in der Praxis:
Nach der Trennung aus einer Gewaltbeziehung hört das Leid für viele Betroffene nicht auf. Durch institutionalisierte Gewalt, manipulative Täterstrategien vor Behörden und langwierige familiengerichtliche Verfahren (Litigation Abuse) erleben viele Betroffene eine tiefe Ohnmacht, emotionale Destabilisierung und soziale Isolation. Gleichzeitig besitzen Menschen, die diese komplexen Dynamiken überstanden haben, ein unschätzbares, tiefes Erfahrungswissen. Doch ohne professionelle Aufarbeitung, traumasensible Qualifizierung und klare Abgrenzungsstrategien bleibt dieses Potenzial für die Selbsthilfe und die Unterstützung anderer oft unzugänglich.
Das konkrete Angebot:
- Strategische Fallbegleitung für Betroffene: Ressourcenorientierte, traumasensible Unterstützung, um in behördlichen und familiengerichtlichen Prozessen stabil, handlungsfähig und klar in der eigenen Wahrnehmung zu bleiben.
- Schutz vor sekundärer Viktimisierung: Gemeinsames Dechiffrieren von Täter- und Systemdynamiken, um emotionale Souveränität zurückzugewinnen und sich sicherer durch das Gewaltschutzsystem zu navigieren.
- Ausbildung zur Peer-Expertin: Ein strukturiertes, mehrstufiges Qualifizierungsprogramm (in Kooperation mit T.o.B.e. e.V.). Sie lernen, Ihr Erfahrungswissen mit Fachwissen zu Trauma, Recht, Täterstrategien und professioneller Gesprächsführung zu verknüpfen.
- Begleitung in die Professionalität: Unterstützung beim sicheren Transfer Ihres Erfahrungswissens in die Praxis, um bestehende Hilfesysteme kompetent und auf Augenhöhe zu ergänzen.
Ihr Nutzen:
Als Betroffene gewinnen Sie Ihre Handlungsfähigkeit, Ihre psychische Stabilität und die Souveränität über Ihre eigene Geschichte zurück. Als angehende Peer-Expertin verwandeln Sie Ihre erlebte Ohnmacht in eine qualifizierte, systemisch anerkannte Fachkompetenz, mit der Sie andere Betroffene sicher und wirksam begleiten können.
